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Erasmus - Karate Sport at School

Erasmus - Trainerausbildung in Italien

Bildungsreiche Woche in Italien bei guter Stimmung

Mit 4 Teamkollegen reiste auch Sonja Wendel für den BKV vom 13.-17. März zum theoretischen Teil der für die Erasmus-Studie "Karate Sport at School" nötigen Ausbildung der Karateverbände von 6 beteiligten Nationen (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und Portugal) ins Olympische Trainingszentrum nach Ostia/ Rom in Italien. In guter Stimmung erwartete sie eine bildungsgeladene Atmosphäre mit universitärem Feeling und internationalem Publikum.

Ziel der Studie ist es, durch einen innovativen Ansatz auf Grundlage der jüngsten Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung und durch Erschaffen eines internationalen Netzwerkes die motorische Aktivität europäischer Grundschulen zu fördern. Motorische, kognitive und sensorische Merkmale an Schulkindern sollen durch koordinative Aufgaben, und Techniken des Karate, erforscht und verbessert werden. So will man dem sitzenden Lebensstil der Kinder und Bewegungsmangel im Entwicklungsalter entgegenwirken. Eigens hierfür wurden Fragebögen, Statistiken und motorische sowie pädagogische Tests entwickelt. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse hofft man, künftige, die Gesundheit fördernde Sportcurricula für Grundschulen zu erarbeiten.

Während der Mittagspause in Ostia traf man auf Athleten der Nationalmannschaft und fand heraus, dass auch einige von Ihnen im Vorfeld für den motorischen Anteil der Studie getestet wurden. Italienische Wissenschaftler hatten die Gehirnströmung dieser Athleten des italienischen Nationalkaders, von Amateursportlern und Nicht-Karateka untersucht. Es wurde festgestellt, dass die Leistungssportler in routinierten Situationen und die motorischen Bewegungen eine messbar geringere Anstrengung des Gehirns benötigen und die Aufgaben deutlich schneller lösen können, als die nicht-sportlichen Personen. Spezielle Programme werteten aus, dass sich Karate-spezifische, koordinative Elemente sehr gut eignen, da alle Gehirnregionen in diesem sportlichen Feld bestmöglich stimuliert werden, um die kindlich-körperliche Entwicklung, sowie die geistige Leistungsfähigkeit von Schülern bis zum Reifestadium dieser speziell angesprochenen Bereiche im Alter von etwa 12 Jahren zu unterstützen

Morgens vor dem Frühstück genoss Sonja noch vor dem Training der italienischen Nationalmannschaft die Ruhe der 3-Tatami-Halle für gemeinsames und doch individuelles Training des deutschen Teams auf großer Fläche. Nach dem Frühstück stellte sie sich den anstrengenden Bildungsanforderungen des Tages, die nur durch eine gefühlt winzige Mittagspause bis in den Abend reichten (9-13 und 15-19 Uhr).

Die Unterkunft in Ostia ist mitten im Gebäudekomplex des olympischen Leistungszentrums für Martial Arts (Judo, Jiu Jitsu, Karate und Ringen) der italienischen Nationalmannschaften gelegen. Gegenüber die abends taghell erleuchtete Strandpromenade, die sich für den Spaziergang bis in nahegelegene Restaurants oder für den Gang an einen nahen Sandstrand anbietet.

Zur Abrundung des Programms traf sich Sonja mit anderen Programmteilnehmern zu gemeinsamen Kurzausflügen in die nahe Umgebung, Spaziergängen, Gesprächen und Auswertungen des Tages. Nach Tagen voller neuer Eindrücke und Erinnerungen und mit jeder Menge neuen und neuwertigen  wissenschaftlichen Erkenntnissen im Gepäck reiste sie zum Wochenende wieder nach Hause. Sonja erwartet nun gespannt die weitere, praktische Schulung, die im Rahmen des Eurocamp in Cesenatico (Italien) im Juni folgen wird.

Bremen, 5.4.2017

Findoffer trainieren in Italien

Trainingswoche der Findorffer Karateka in Cesenatico - Italien

Am 11. Juni bestiegen 3 sehr aufgeregte und vorfreudige Kinder und Teenager der SG Findorff gemeinsam mit Trainerin Sonja Wendel in Hamburg das Flugzeug nach Bologna in Italien. Von dort erwartete sie ein Fahrzeugtransfer zur Unterkunft in Cesenatico in Italien. Während Sonja sich hier im Rahmen des Erasmus+ - Projektes „Karate Sport at School“ zu Fortbildungszwecken aufhielt, hatten sich für Julian H., Mira K. und Simon W. nach einigen Behördengängen der Traum erfüllt, sich eine Woche lang dem Training im Eurocamp in Cesenatico unter italienischer Anleitung zu stellen. Motto war wie immer: Wir brauchten mindestens einen Mückenstich oder Sonnenbrand, mindestens einmal mussten wir uns mit Eis den Magen verkühlen und vor allem wollten wir viel Spaß!

Für uns alle war es eine sehr große Überraschung, dass der Begriff „Eurocamp“ nicht etwa dafür stand, dass dort Nationen aus ganz Europa zum gemeinsamen Training zusammenkamen und dementsprechend die Sprache wider allen Erwartungen auch nicht Englisch war. So musste Sonja neben ihrer Ausbildung auch noch stark intervenieren, um die Woche der Findorffer Kids nach anfänglich sehr großen Problemen in Richtung einer positiven Erfahrung zu lenken.

Sie fand zwei der englischen Sprache mächtigen Trainer vor Ort, die sich vermehrt besonders dem Training der Findorffer zuwandten, vergaß darüber aber nicht eigene Fragen und Pflichten. So wurde gemeinsam bei unbekannten Trainerin in der Halle geschwitzt, im Hotelpool geplanscht und geschwommen, oder Ausflüge an den Strand und in die Pizzeria gemacht. Nach einem frustrierten Wocheneinstieg der Kids managte Sonja es sogar, dass die Findorffer Kids gemeinsam mit den Italienern zu einer Tour in den Vergnügungspark Mirabilandia fuhren, während sie selbst schwitzend an ihrer Fortbildung in der Trainingshalle teilnahm.

Alle Mühen haben sich gelohnt: Sonja wird im kommenden Schuljahr eine 2. Grundschulklasse in Bremen im Rahmen des Erasmus+ - Projektes „Karate Sport at School“ im Fach Sport unterrichten und anleiten und die Findorffer Kids resümierten gar als sie am 16.Juni 2017 zum Ende einer ereignisreichen Woche wieder in Hamburg landeten: „Also, ich würde da nächstes Jahr wieder hinfahren. Kann man das nicht als Trainingslager organisieren?“.

Auch wenn Pläne zu einem Trainingslager in 2018 natürlich existieren, lassen sich derzeit noch keine konkreten Angaben machen.

                                                                                                                Bremen, 01.08.2017

Erasmus - Start in der Schule

Erasmus-Projekt "Karate Sport at School" - Startschuss in Bremen

Im Oktober 2017 hat unsere Schulsportreferentin (endlich, endlich!) die Genehmigung der Bremer Schulbehörde bekommen und der Startschuss wurde abgefeuert. Das Projekt an einer Grundschule in Bremen-Nord konnte beginnen.

Schon seit den Sommerferien begleitete Sonja die Projektklasse des 2. Jahrgangs im schulischen Sportunterricht und stand der Klassenlehrkraft unterstützend beiseite. Nun durfte sie richtig loslegen. Und das tat Sonja - sie begann mit den Einstiegserhebungen zur Dehnbarkeit und sportlichen Belastbarkeit der Schüler. Wochenlang waren Stoppuhr, Massbänder, Winkelmesser und andere Geräte ihre Begleiter.

Neben der allgemeinen weiteren Arbeit im Projekt kam auch eine unerwartete Flut an Verwaltungsaufgaben zum täglichen Trainingsbetrieb hinzu - eine wahre Herauforderung, der Sonja tapfer die Stirn bot.

So konnte sie schließlich knapp vor Jahresende sagen: Testphase 1 abgeschlossen, Trainingsbetrieb aufgenommen! Seither läuft das wöchentliche Training mehr oder weniger reibungsfrei ab. Sonja geniesst den Sport in der 2. Jahrgangsstufe - und schaut mit leicht umwölkter Miene der kommenden 2. Testphase Anfang Februar entgegen.

                                                                                                               Bremen, 24.01.2018

Erasmus in der Schule - 2. Abschnitt

Erasmus-Projekt "Karate Sport at School" - Phase 2 beginnt

Im Februar und März startete Sonja W. erneut mit den schulischen Tests zur Kognition und einer Erfassung der tabellarischen Werte von Schülerleistungen. Letztlich werden es genau diese Werte sein, die für den Ausgang der Untersuchung zum Ende des Jahres 2018 den Weg in eine positive oder negative Richtung weisen.

Die Evaluation des Projekts soll den Weg aufzeigen in die unser Rahmenlehrplan und die Einbindung grundmotorischer Fähigkeiten (die wir im Karate trainieren, bevor wir mit der Technikschulung beginnen) für alle in Deutschland lebenden Kinder und deren zukünftige Entwicklung einmal gehen soll.

Nach Abschluss der 2. Testphase, die diesmal keine Sporttests zur Motorik, Dehnfähigkeit und Koordination beinhaltete, sondern vielmehr Merkmale der Kognition, Schnelligkeit und Ausdauer evaluiert, startet die 3. Phase des Sportprojekts nach Beginn der Osterferien in Bremen.

"Wir sind uns sicher, das Projekt an der Grundschule im Bremer Norden, einer Schule mitten im Brennpunktthema sozialer Bildungspolitik, zum Sommer 2018 erfolgreich abzuschließen!" resümiert Sonja Wendel, die bisher erfolgreichste deutsche Trainerin in diesem Projekt. 

                                                                                                               Bremen, 26.03.2018

EU Förderprojekt ERASMUS plus Sport „Sport at School“ erfolgreich beendet!

Das bisher größte internationale Projekt, an dem auch der Deutsche Karate Verband beteiligt war, ging nach der Abschlussveranstaltung [19.12.2018 in Ostia (Italien)] am 31.12.2018 zu Ende.

Ein paar Fakten zum Projekt:

  • am 01.02.2016 gestartet unter der Leitung des Italienischen Kampfsportfachverbandes FIJLKAM
  • 6 Nationalverbände beteiligt: FIJLKAM Italien, FFKDA Frankreich, FNKP Portugal, PZK Polen, RFEK Spanien und DKV Deutschland
  • An 20 Schulen durchgeführt, 688 beteiligte Kinder des 2.Jahrgangs (Grundschule), aufgeteilt in 353 Kinder in der Trainingsgruppe und 335 Kinder in der Kontrollgruppe
  • 2 wöchentliche Trainingsstunden während des Schuljahres 2017/18 für die Zweitklässler der Trainingsgruppen nach einem durch die Italiener entwickelten Trainingsprogramm in der Schule
  • Tests zu motorischen/koordinativen Leistungen während des Schuljahres.
  • Befragung der Eltern und Vergleich der schulischen Leistungen, um die kognitive Entwicklung feststellen zu können.
  • In Deutschland ursprünglich beteiligt: 2 Schulen aus Sachsen-Anhalt mit dem Trainer Alexander Löwe, 1 Schule aus Bremen mit der Trainerin Sonja Wendel, 2 Schulen aus Niedersachsen mit den Trainern Eva-Maria Sündermann und Alexander Schumann
  • Sportlicher Leiter des Projektes (immer Schulsportreferent des DKV) zunächst A. Hartmann, ab 10/2016 E. Griesbauer
  • Verwaltung: Gundi Günther; Projektleiter: Volkmar Ritter

Die Trainer wurden in einem zweimaligen Aufenthalt in Italien (jeweils eine Woche) mit dem Inhalt des Projektes vertraut gemacht. Jede Trainingsgruppe bekam ein Trainingsset, bestehend aus einer Tatami, Pylonen, Hürden, usw. zur Verfügung gestellt.

In Deutschland galt es Hindernisse zu überwinden, von denen zuvor jegliche Kenntnis fehlte: In Niedersachsen machte die Schulbehörde einen Strich durch die Rechnung - Zwar war ein an den Schulen stattfindendes Training möglich, nicht jedoch die Erhebung schulischer und sozialer Daten, sowie der motorischen/koordinativen Fähigkeiten. Auch die damit verbundene Übermittlung nach Italien wurde strikt untersagt. Selbst dort, wo Eltern ihre Zustimmung gegeben hatten, wurden das Projekt letztlich aus den Schulen verbannt.

Die Schulbehörde in Bremen stimmte nach einer langen Genehmigungsphase und einer positiv besetzten Diskussion der Durchführung des Projektes zu, u.a. nachdem Trainerin und ehem. Schulsportreferentin des BKV Sonja die Diskussion mit guter Sachkenntnis in die richtige Richtung lenken konnte. Hilfreich war auch, dass Sonja bereits in Schulen lehrte und daher "an der Quelle saß". In Sachsen-Anhalt lief das Projekt über Alexander Löwe ohne Schwierigkeiten. Damit waren wir mit wenigstens 3 Gruppen aktiv am Projekt beteiligt. Die umfangreichsten und exaktesten Ergebnisse lieferte die Schulsportgruppe aus Bremen unter der Leitung von Sonja Wendel.

Zur Auswertung der Ergebnisse wurden zwei hochangesehene Universitäten gewonnen. Die Universität Padua für die Auswertung der motorischen/koordinativen Ergebnisse und die Universität Madrid zur Auswertung der Auswirkungen auf das Sozialverhalten und die kognitiven Fähigkeiten.

Das Abschlussmeeting lässt bereits jetzt folgende Ergebnisse erkennen:

Die Trainingsgruppe hat in fast allen Bereichen besser bis deutlich besser als die Kontrollgruppe abgeschnitten. Sowohl die körperliche Entwicklung als auch die kognitiven Kompetenzen waren in der Gruppe besser, die aktiv das Trainingsprogramm von Prof. Pierluigi Aschieri durchlaufen hatten.

Zurzeit geht es um die genaue Auswertung des Projektes und die Aufbereitung der Ergebnisse zur Nutzung durch die Trainingsgruppen in Schulen. Durch den Lehrreferenten des DKV, E. Griesbauer werden erste Erkenntnisse bereits in die Trainerausbildung einbezogen. Die Ergebnisse gehen auch an die beteiligten Schulen und die zuständigen Schulbehörden.

Schritt für Schritt werden sowohl Forschungsergebnisse als auch das Trainingsprogramm allen interessierten Trainern und Funktionären zugänglich gemacht.

Ein besseres Argument für den Karatesport auch im Schulunterricht als die Ergebnisse des Projektes „Sport at school“ können wir - europaweit - nicht bekommen!

Ein Ausschnitt (bearbeitet und editiert von Sonja) aus dem Originaltext des DKV (© Volkmar Ritter) - einzusehen unter:

https://www.karate.de/medien/news-archiv/31594-das-projekt-aus-dem-eu-foerderprogramm-erasmus-plus-sport-sport-at-school-erfolgreich-zu-ende-gefuehrt

Bremen, 05.02.2019

Training Sozialer Werte

Sozialwertetraining seit August 2017

Seit August 2017 hat unsere Kinderabteilung das Training inhaltlich um Kenntnis und Training sozialer Werte erweitert. Geleitet wird das Training von Sonja, die seit April 2017 auch als Trainerin sozialer Werte im DKV anerkannt ist. Sie greift jedoch immer gerne auch auf ihre Trainingsassistenzen zurück, um die entsprechenden Begleitmaterialien zu erklären und zu zeigen. So lernen die von uns trainierten Kinder von kleinauf kennen, was genau die bei uns thematisierten Werte im Sozialverhalten bedeuten und wie sie selbst daran arbeiten und diese starken Charaktereigenschaften für sich selbst erobern können.

Wir thematisieren nach und nach die Werte

  • Bescheidenheit
  • Ehrlichkeit
  • Hilfsbereitschaft
  • Höflichkeit
  • Mut
  • Respekt

Wenn unsere trainierenden Schüler einen Wert überlegt, die Hausaufgaben erledigt und sich tiefergehende Gedanken gemacht haben, werden sie zukünftig Auszeichnungen in diesen Bereichen bekommen. So wollen wir unseren Beitrag leisten zum Erhalt eines guten sozialen Miteinanders zwischen den Menschen in Bremen.

Erste Urkunden

Erste Urkunden und glückliche Kinder im Dezember 2017

Im Zeitraum August bis Dezember 2017 haben wir uns eingehend mit dem Begriff der Bescheidenheit auseinandergesetzt. Es dauerte eine Weile, bis alle teilnehmenden Kinder verstanden hatten, dass Höflichkeit und Bescheidenheit zwar artverwandt, aber nicht dasselbe sind.

Strahlende Kinderaugen und stolze Elternblicke gab es bei der Verleihung der Urkunden - für viele der Kinder eine ähnlich bedeutsame Auszeichnung wie die Gurtprüfung. So konnten alle Kinder rundum zufrieden in die Weihnachtsferien entlassen werden.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im neuen Jahr 2018!

Bremen, 16.12.2017

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