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Karate

Das ist Karate

Karate ist eine ursprünglich chinesische Kampfkunst, deren Ursprünge bis ins 5. Jahrhundert zurückreichen. Die Körpergliedmaßen werden im Training zur natürlichen Verteidigung ausgebildet. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Lauf der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung.

Das Sportkarate ist recht jung: Erst Anfang des letzten Jahrhunderts entstand auf den Okinawanischen Inseln in Japan aus der traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk. Man sagt dem Sport heute noch nach, dass ihn auch die Japanischen Samurai, die Soldaten des Kaisers, beherrschten. So konnten sie sich auch dann noch verteidigen, wenn Schwerter und Degen für sie verloren waren.

Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet "Karate-Do" soviel wie "der Weg der leeren Hand". Im wörtlichen Sinn heißt das: der Karateka (Karatekämpfer) ist waffenlos, seine Hand ist leer. Das "Kara" (leer) ist aber auch ein ethischer Anspruch. Danach soll der Karateka sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um bei allem, was ihm begegnet, angemessen handeln zu können.

Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch konkret: Nicht Sieg oder Niederlage sind das eigentliche Ziel, sondern die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und äußerste Konzentration. Die Achtung des Gegners steht an oberster Stelle.

Karate bei uns in Findorff

Die Abteilung Karate der SG Findorff wurde im September 1993 von Trainer Heiko Bergel gegründet und hat derzeit ca. 80 Mitglieder. Sie schloss sich 1994 dem Bremer Karate Verband (BKV) an, welcher selbst dem Deutschen Karate Verband (DKV) und dem Landessportbund (LSB) angegliedert ist.

Seit 2013 werden Kinder und Jugendliche von Sonja Wendel mit Unterstützung von Ergänzungs- und Assistenztrainern in den Übungsstunden angeleitet.

Das Karate in der SG Findorff ist prinzipiell nicht wettkampforientiert, doch nehmen einige Karate -Athleten und -Athletinnen v.a. jüngeren Alters an Turnieren teil. So konnte sich ein Kompromiss zwischen Tradition und Moderne entwickeln.

Weitere wichtige Aspekte der Karate-Abteilung sind die Geselligkeit, Fairness, Toleranz und natürlich unser freundlicher und herzlicher Umgang miteinander. Gerne nehmen wir neue Mitglieder auf, gerne gehen wir aufeinander zu. Den ersten Schritt, um zum "Schnee auf der Landschaft" (s. Gürtelgrade) zu werden, den muss allerdings ein jeder zukünftige Karateka für sich selbst tun.

Wer Interesse für sich oder seine Kinder am Karatesport bei der SG Findorff hat, kann sich bei unsereren Abteilungsleitern oder bei der Geschäftsstelle erkundigen. Die Kontaktdaten befinden sich in der Rubrik ANSPRECHPARTNER

Bedeutung des Karate

Karate-Do, der Weg der leeren Hand, bedeutet für uns in der SG Findorff:

  • Kampfkunst
  • Entspannung
  • Muskelspannung
  • Selbstverteidigung
  • Gymnastik
  • soziale Werte leben
  • Wettkampf und Sport
  • Lebensphilosophie… 

    Shotokan-Karate ist eine Stilrichtung des Karate-Do.

  • Karate ist ein Schritt zur Alltagsbewältigung.
  • Karate ist ein Schritt zur Selbstfindung.
  • Karate fördert die körperliche Fitness.
  • Karate ist eine Kampfkunst für Jung und Alt.
  • Karate ist für starke und schwache Menschen geeignet.
  • Karate ist ein traditioneller, fairer Sport für Jedermann. 

Karate ist ...
...das, was man für sich selbst daraus macht.

Unsere Ziele sind nicht nur auf die Förderung der sportlich talentierten, jungen Talente beschränkt, sondern wir wollen auch den traditionellen Weg des Karate gemeinsam weiter gehen.

Karate für Alle

Karate ist gut geeignet für Beweglichkeit und Koordination, es schärft die Sinne, führt zu erhöhter geistiger Leistungsfähigkeit und steigert das Selbstbewusstsein. Dass Karate zugleich auch als Gesundheitssport gilt, bestätigte auch die November-Ausgabe der „Apotheken-Umschau“ 2013.

Die Karate-Abteilung der SG Findorff nimmt Kinder und Schüler ab 5 Jahre auf. Auch Erwachsene Anfänger und Wiedereinsteiger sind herzlich willkommen!

Unsere Trainer finden Sie unter der Rubrik Ansprechpartner!

Karate für Junioren und Erwachsene

Das Karate der Junioren und Erwachsenen in der SG Findorff ist prinzipiell nicht wettkampforientiert, doch nehmen einige Karateka auch an Turnieren teil. So konnte sich ein Kompromiss zwischen Tradition und Moderne entwickeln.

Das Training besteht aus einem wechselnden Repertoire zielführender Übungen. So kann jede/-r Karateka sich auf seine eigenen Ziele einstellen und vorbereiten. Zusätzlich zum wöchentlichen Training wird Samstags noch ein Fördertraining angeboten. Hier können ganz gezielt verschiedene technische Feinheiten geübt oder vertieft werden.

Für unser Training außerdem wichtig sind uns vor allem unser natürlicher, verantwortungsbewusster und freundlicher Umgang miteinander. Wir achten die Tradition unserer Kampfkunst und wir üben sie - ein Jeder nach eigenem Vermögen und Können.

Karate für Jugendliche und junge Erwachsene

Karateka in der SG Findorff

Wenn Du zwischen 14 und 18 Jahre alt bist und Dich für die traditionelle Kampfkunst interessierst, dann bist Du hier genau richtig!

Was genau ist denn diese Kampfkunst Karate? Vermutlich stellst Du Dir darunter eine der typischen ostasiatischen Kampfsportarten mit blitzschnellen Faustschlägen, knallharten Kicks und spektakulären, artistischen Sprüngen vor, so wie es auf vielen Fotos im Internet gezeigt wird - und damit hast Du es exakt auf den Punkt gebracht! Das zu lernen ist auch gar nicht so schwer, wie Du vielleicht annimmst. Obendrein bringt es totale Gaudi, mit Leuten in Deinem Alter, die richtig klasse drauf sind, gemeinsam ein Hobby zu teilen und zu trainieren!

Hast Du Lust oder bist Du vielleicht neugierig geworden? Dann melde Dich doch einfach bei uns und erlebe ein paar unvergessliche Stunden kostenlosen Probetrainings!

Auch mit unserer Jugend fahren wir natürlich zu Turnieren und Meister-schaften. Darauf bereiten wir uns in einem speziell ausgerichteten Training ganz gezielt vor. Und vor dem Hintergrund einer noch recht jungen Vereinskarriere dürfen wir mit unseren schon erreichten Erfolgen sehr zufrieden sein.

Unser Verein hat aber noch viel mehr zu bieten: gemeinsame Fahrten zu Lehrgängen, Trainingslager, Übernachtungs-Camps, gemeinsames Grillen, sich zum Lernen verabreden, Video- oder Spieleabende, Eis essen, gemütliche Partyabende und sich auch mal mit Vereinskameraden über Techniken im Chat austauschen - alles ist dabei! Hast Du noch eine andere Idee? Wir haben immer ein offenes Ohr für Dich!

Wenn Du nun also Lust hast oder neugierig geworden bist auf uns und unsere Angebote, dann komm doch einfach mal allein oder mit ein paar Freunden bei uns vorbei und nutze das kostenlose Probetraining!

Kinderkarate | Soundkarate

Die Karate-Abteilung der SG Findorff nimmt Kinder und Schüler frühestens ab 5 Jahren auf. Karate ist gut geeignet für Beweglichkeit und Koordination, es schärft die Sinne, führt zu erhöhter geistiger Leistungsfähigkeit und steigert das Selbstbewusstsein.

Soundkarate

Diese Form des Karate ist besonders für jüngere Kinder ideal zum Einstieg geeignet, da die Techniken vom traditionellen Shotokan-Karate abgeleitet wurden und die abgelegten Prüfungen daher übertragbar sind. Konzipiert nach einem speziellen Förderprogramm für unsere Kleinsten orientiert sich das Training idealerweise am Alter und den Bedürfnissen der Kinder.

Achtung: Die SG-Findorff nimmt Kinder frühestens ab dem 5. (4.) Lebensjahr auf, die gerne ins Dojo kommen und auch ohne Eltern das Training schon ab der 1. Stunde allein bewältigen können.

Alle Trainingsübungen im Soundkarate sind so strukturiert, dass sie spielerisch die Koordination und Konzentration der Kinder verbessern. Da die Bewegung beidseitig ausgeführt wird, bildet Karate die ideale Voraussetzung für eine sportliche und gesunde Entwicklung von Kindern. Darüber hinaus wird die Basis für gute künftige Lernleistungen in und außerhalb der Schule gebildet.

Die Übungen sind oft abwechslungsreich und fördern die vielseitige Entwicklung der KINDER auf ideale Weise. Ziel ist es, die Stoß-, Tritt- und Abwehrbewegungen in passenden Bewegungsabläufen rhythmisch oder mit Musik zu untermalen und Kinder früh und angstfrei ans Kämpfen heranzuführen. Dabei werden verschiedene Hilfsmittel und Geräte benutzt, wie zum Beispiel Bälle an Stangen, Schlagpolster, sowie Ringe, Matten, Hürden, Seile und vieles mehr.

Bei den verschieden Techniken, die durch Sprung-, Lauf- und Abrolltechniken ergänzt werden, werden Muskeln und Beweglichkeit schonend trainiert, sowie Konzentration, Selbstvertrauen und Disziplin gestärkt. Die Kinder werden sanft zu selbstbewusstem Handeln und innerer Stärke ermutigt.

Klagt ein Kind also nach dem Fussballtraining über Eintönigkeit („Mama, da gibt's ja nur einen einzigen Ball!"), oder empfindet ein Kind Turnen als zu langweilig oder zu schwierig („Uff!"), dann ist es bei uns genau richtig! 

Wer Interesse für sich oder seine Kinder am Karatesport bei der SG Findorff hat, kann sich bei unsereren Abteilungsleitern oder bei der Geschäftsstelle erkundigen. Die Kontaktdaten finden Sie in der Rubrik >ANSPRECHPARTNER

 

Kindertraining - Unser Team:

Sonja Wendel, 2. Dan, C - Trainerin des DSB, B-Prüferin.
Referentin für Schulsport und Soundkarate des Bremer Karate Verbandes (BKV);
Ansprechpartnerin und Leitung für Kindertraining und Soundkarate.

Maren A. und Simon O. Wendel, beide 4. Kyu, Trainerassistenten des DSB.

Joachim Richter, 3. Kyu, Trainer Kinder (Prüfungsprogramm)

Nathalie Thielker, 1. Dan, Ergänzungstrainerin Kinder (Wettkampf)

Elternbrief

Liebe Eltern!

Für viele Menschen sind die fernöstlichen Kampfsportarten noch immer etwas Unbekanntes, Exotisches oder gar Mystisches. Die Leute haben sogar oft noch immer das Bild des Schlägers vor Augen, wenn man von Kung-Fu, Teakwon-Do oder Karate-Do spricht. Hey, mal ehrlich: Dieses klischeehafte Bild ist doch nun wirklich weit überholt!

An dieser Stelle auf jeden Fall zu erwähnen ist die Tatsache, dass der traditionelle fernöstliche Kampfsport sich völlig abhebt von willkürlichen Ausbrüchen von Aggression und Gewalt, die in Schlägereien zutage treten, selbst wenn das in Filmen immer wieder genau so dargestellt wird. Ironischerweise spielt vor allem der geistige Aspekt im traditionellen Kampfsport die entscheidende Rolle!

Das Hauptziel unseres Trainings besteht folgerichtig darin, unsere Mitgliedern von genau diesem geistigen Aspekt zu unterrichten. - Hmm, aber was bedeutet das denn? Nun, im traditionellen Budosport gelten hier fünf vorherrschende Grundprinzipien:

  • Höflichkeit,
  • Integrität,
  • Geduld,
  • Selbstdisziplin und eine
  • unbeugsame Geisteshaltung (--> s.a. Seite zum Training sozialer Werte)

In unseren Trainingseinheiten sind also Übungsleiter und Trainer immer bestrebt, den Kindern in pädagogisch-spielerischer Form diese Prinzipien zu vermitteln und ihnen dadurch zu einem respektvollen Umgang miteinander zu verhelfen. Aber auch die Geduld gegenüber sich selbst, z.B. beim Erlernen neuer Techniken, und das wohl bekannte Überwinden der "inneren Ängste" kommen nicht zu kurz.

Traditionelles Karate lässt sich daher vielmehr als eine Begleitung der Persönlichkeitsentwicklung, statt als Sportart, betrachten. Die Kinder, die zu uns ins Training kommen wirken schon nach relativ kurzer Zeit selbstsicherer, konzentrierter und insgesamt ausgeglichener. Außerdem werden sie motorisch sehr vielseitig geschult, was zumeist eine Verbesserung der Beweglichkeit und Vitalität bewirkt.

Welchen Einfluss das Training auf viele unserer trainierenden Kinder hat, erfahren wir immer wieder durch Berichte begeisterter Eltern. Sie sind von den positiven Auswirkungen der Kampfkunst auf ihre Kinder, wie sie bei uns in der SG Findorff gelehrt wird, völlig überzeugt! Anbei ein Beispiel:

"Mein Junior war bis zu seinem Einstieg ins Karate total zappelig und ich bekam ihn nicht mehr in den Griff, er war frech und unbeugsam, neigte zu Gewaltausbrüchen. Seit er seinen Einstieg ins Karate gefunden hat, ist das aber ganz anders: Mein Junge ist noch immer ein aufgewecktes Kind, das auch nach wie vor auf seinen Ansichten beharrt, aber er ist auch viel wissbegieriger, saugt Informationen in sich auf und kann sich zeitweise schon volle 30 Minuten lang still konzentrieren. Vor allem, seit er seinen neuen Trainingspass hat, ist er wild auf Unterschriften und auf die Kurzprüfungen der einzelnen Techniken. Ich erkenne ihn gar nicht wieder: Er ist richtig ehrgeizig geworden und will wirklich voran gehen..."

Karate-Prüfungen

Prüfungen unter Stress? Nein - nicht bei uns!

Die Karate-Prüfungen, egal ob Kyu- oder Dan-Prüfungen, bestehen immer aus mehreren Teilen. Einerseits ist eine vorgeschriebene Auswahl verschiedener Techniken oder Kombinationen zu zeigen (Kihon), andererseits sind die Kombinationen des Kihon in der anschließend zu zeigenden Form (Kata) vereint. Hier ist vor allem der Ausdruck der Dynamik durch den richtigen Rhythmus und die Anspannung einzelner Techniken der Kata vorzuführen. Zur richtigen Ausführung der Technik wird diese danach in einer Anwendung mit einem Partner gezeigt (Bunkai), zum Beispiel der Block gegen eine Hand- oder Fußtechnik. Die Prüfungen schließen mit Partnerübungen (Kumite) ab, für Prüfungen ab Braungurt muss auch noch ein Freikampf gezeigt werden.

Im Soundkarate werden Partnerübungen häufig durch Übungen am Gerät auch in der Prüfung ersetzt. Kata, Partnerübungen und Selbstverteidigung, sowie deren Regeln gehören zum Wahlpflichtteil der Prüfung.

Diese Prüfungen könnten jeden Neuling, der sich für unseren Sport interessiert, in die Flucht schlagen, doch sei an dieser Stelle Entwarnung gegeben:

Prüfungen sind die Dokumentation langfristigen Trainings und beim Training haben wir immer gemeinsam recht entspannt unseren Spaß. Die Karateka bereiten sich bei uns im wöchentlichen Trainingsbetrieb auf die Prüfungen vor, so dass ihnen Druck und Prüfungsstress weitestgehend genommen werden. Zur Prüfung müssen alle Prüflinge das Prüfungsprogramm nach Vorgaben des Deutschen Karate Verbandes kennen und vorzeigen können. Zusätzlich können im Training verschiedene Aspekte aus Programm und Selbstverteidigung des Sound-Karate abgefragt werden, um die Prüfungseignung besonders der jüngeren Kinder festzustellen, so dass die Prüflinge gut vorbereitet in die Prüfung kommen können.

Unsere nächsten Gürtelprüfungen für Kinder finden Ende Januar 2018 statt. Sie werden ergänzt durch Lernprozesse und Auszeichnungen der sozialen Werte.

Das Gürtelsystem

Das Gürtelsystem ist in Kyu- und Dangrade untergliedert. Man bekommt den Gürtel durch eine Prüfung mit einer Urkunde (Kyu) oder einem Diplom (Dan) zugesprochen. Während man mit Kyu die Schülergrade bezeichnet, bestimmt der Dan den Grad der Selbstperfektion.

Auf dieser Seite werden die vor allem im Kinderkarate vorkommenden Zwischenstufen für Schüler-Grade  beschrieben. Diese Stufen wurden seinerzeit duch den Deutschen Karate Verband eingeführt, um auch diejenigen Schüler voranzubringen und vor allem zu motivieren, die es innerhalb der regulären Vorbereitungszeit nicht schaffen können oder wollen, das Training schon für eine ganze Gürtelprüfung zu absolvieren. 

Trainings- und Kursangebote
Kyu-Grade mit Zwischenstufen
Die Gürtelfarben der Unterstufe

Als allererste Prüfung absolvieren Kinder bis 8 Jahre (auf Wunsch auch älter) eine

Technikabfolge, die mit einem grauen Streifen ausgezeichnet wird.

 

Ohne - grauer Streifen: Die Schneedecke ist nicht vollständig.

9. Kyu - weißer Gürtel: Schnee liegt auf der Landschaft.
9. Kyu - weiß-gelber Gürtel: Zwischenstufe.
8. Kyu
- gelber Gürtel: der Schnee schmilzt. Die gefrorene Erde leuchtet gelb.
8. Kyu - gelb-oranger Gürtel: Zwischenstufe.
7. Kyu - oranger Gürtel: die Sonne erwärmt die Erde. Sie ist fruchtbar.
7. Kyu - orange-grüner Gürtel: Zwischenstufe.

Die Gürtelfarben der Mittelstufe

6. Kyu - grüner Gürtel: der Samen keimt, ein Pflänzchen kommt.
6. Kyu - grün-blauer Gürtel: Zwischenstufe.
5. Kyu - blauer Gürtel: Teilstufe

5. Kyu - blau-lila Gürtel: Zwischenstufe.
4. Kyu - blauer oder lila Gürtel: die Pflanze wächst zum Himmel. Sie wird langsam stark.

4. Kyu - blau-brauner Gürtel: Zwischenstufe.

Die Gürtelfarben der Oberstufe

3. Kyu - brauner Gürtel: Teilstufe

3. Kyu - brauner Gurt mit Streifen - Zwischenstufe
2. Kyu - brauner Gürtel: Teilstufe

2. Kyu - brauner Gürtel mit Streifen - Zwischenstufe
1. Kyu - brauner Gürtel: der Baum hat eine starke Borke. Er ist jetzt ausgewachsen und bildet eine gute Basis für den Schüler am Anfang des Weges.

Junior-Dan - schwarz-roter Gürtel: Der Schüler am Anfang des Weges.

 

Zum Erreichen des Junior-Dan muss der Prüfling das 12. Lebensjahr vollendet und sich mindestens ein Jahr lang auf die Prüfung vorbereitet haben. Der Junior-Dan findet seine Bestätigung in der Prüfung zum 1. Dan (Schwarzgurt) frühestens mit dem Erreichen des 16. Lebensjahres.

Unsere Dan-Träger

Das Gürtelsystem ist in Kyu- und Dangrade gegliedert. Man erlangt den nächsten Dan-Grad durch eine Prüfung mit Passeintrag und ein Diplom aus Papyrus.

Die Dan Grade unterteilen sich in die sogenannten Kriegergrade (Yûdansha) von 1 bis 4 und in die Grade von 5 bis 10 die den gereiften Meistern (Kôdansha) zugesprochen werden. Im Europäischen Raum kann ein Trainierender seinen Weg meist bis zum 9. Dan beschreiten.

Technische Meistergrade = Yûdansha, der Krieger

Ichi Dan – 1. Dan, Grad des Suchenden nach dem Weg
Der Dan-Träger hat in mehrjähriger Karate-Praxis sein in der inneren Haltung sichtbar gewordenes Potential entwickelt und erkennt zunehmend, dass hinter den physischen Übungen der Weg zu etwas Höherem als der reinen Beherrschung der Technik steht. Dennoch bleibt er ein „Suchender", weil er bisher nur eine Vorahnung von alledem haben kann. Doch besteht gerade für den Träger des 1. Dan eine große Gefahr, dass sein Geist sich ausruht und zufrieden ist, mit dem, was er schon ereicht zu haben glaubt.

  • Nathalie Thielker, Karate seit 2003

Nidan – 2. Dan, Grad des Schülers am Anfang des Weges

Der Dan-Träger weiss bereits, worauf es ankommt, was auch durch seine innere Haltung bezeugt wird. Seine intensive Karate-Praxis und sein Studium des Weges befähigen ihn, über den Kampfsportkontext im Dojo hinaus die Kunst des Karate zu verstehen und sie sogar zunehmend auf weitere Lebenssituationen zu übertragen. Am Anfang des Weges angelangt, hat er erkannt, was auf ihn wartet, aber er weiss auch, dass es sehr schwer für ihn sein wird.
Der 2. Dan sieht sich der Gefahr ausgesetzt, den Anforderungen auszuweichen, sich nicht mehr als Schüler zu begreifen und sein Verständnis zu überschätzen. Auch kann ihn sein gutes technischen Können dazu verleiten, sich zu profillieren. Wenn er diese Hürde jedoch nicht nimmt, vergibt er sich damit die Chance, wirklich weiterzukommen.

  • Justus Notholt, Karate seit 1989
  • Jens Ober-Bloibaum, Karate seit 1986
  • Sonja Wendel, Karate seit 1992

Sandan – 3. Dan, Grad des anerkannten Schülers

Dieser Dan-Grad bezeugt die Stufe, auf der ein Schüler nun unwiderruflich fest entschlossen ist, den Weg bis ans Lebensende zu gehen. Erst jetzt gibt es keine unüberwindbaren Hürden mehr und Nichts, das ihn von dem weiteren Weg abbringen könnte. Seine Treue gegenüber dem Stil (Ryu), dem Weg (Do), der Schule (Dojo) und dem Lehrer (Sensei) hat Kopf, Herz und Hand in gleichem Maße gestärkt.
Das Karate ist wesentlicher Teil und alles durchdringender Aspekt seines Lebens geworden. Immer mehr und häufiger beginnt er, den Meister, der sich in ihm selbst verbirgt, zu spüren und zum Vorschein zu bringen. Nicht nur seine technische Expertise, sein Wissen und echtes Verstehen, sondern vor allem seine innere Haltung befähigt ihn, eine gewisse Unabhängigkeit und Freiheit, vielleicht sogar eine persönliche Interpretation des Karate zu entwickeln.

  • Heiko Bergel, Karate seit 1977
  • Kirsten Gieseler, Karate seit 1989

Yon Dan – 4. Dan, Grad des technischen Experten

Über die technische Expertise hinaus ist das Karate für den Dan-Träger eine Religion/ ein Lebensprinzip geworden. Er indentifiziert sich völlig mit dem Weg. Er hat Theorie und Praxis des Karate verinnerlicht und er lebt danach. Er ist in jeder Hinsicht kompetent, glaubwürdig und vorbildlich. Von nun an hat er nicht nur Autorität, sondern er ist Autorität. Zwar ist er noch kein "Meister" an sich - aber er hat sich jetzt in den Besitz des Schlüssels zu wahrer Meisterschaft gebracht. Vor ihm liegen nun die echten Grade des „Wissens" (5./6. Dan und der „Reife" 7.-10. Dan). Diese sind allerdings im Westen sehr schwer zu erreichen.
Angesichts dieser Einschätzung der schwarzen Gürtel wird klar, dass die Ansprüche nicht nur bescheiden, wie zu Beginn erwähnt, sondern gleichzeitig sehr hoch sind. Bei dem Prüfungsprogramm des „traditionellen Karate" werden die besonderen Erwartungen an die Dan-Träger in geistiger Hinsicht, also hinsichtlich ihrer korrekten inneren Haltung, durch Anforderungen berücksichtigt, die sich nicht nur auf das Beherrschen der reinen Technik beschränken.

Geistige Meistergrade = Kodansha, der Lehrer

Godan – 5. Dan, Grad des Wissens

Rokudan – 6. Dan, Grad des Wissens

Dieser Dan-Grad bezeugt ein hohes Maß an Wissen, Lebenserfahrung, Gefühl und innerer Haltung. Im traditionellen Karate ist dieses zum Lebensprinzip geworden. Der Kodansha ist nun nicht mehr Schüler er ist ein wahrer Meister und identifiziert sich völlig mit dem Weg. Er hat Theorie und Praxis des Karate vollständig verinnerlicht und er ist bestrebt, auch im Alltag nach diesen Prinzipien zu leben. Er ist in jeder Hinsicht kompetent, glaubwürdig und vorbildlich und kennt die philosophischen Aspekte des traditionellen Karate. Von nun an ist er eine bedeutende Autorität. Er ist ein Karate-Meister mit Herz, Geist und Seele.

Shichidan – 7. Dan bis Judan - 10. Dan, Grade der Reife 

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