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Berichte

Das Leben geht weiter: Online - Challenge im Lock-Down-Alltag Deutschlands

Deutschland in der Pandemie:

Im März und April 2020 waren sportliche Anlagen und Schulsporthallen für jegliche sportliche Gruppenaktivität strikt geschlossen. Kreative Ideen für bewegte Kinder waren gefragt.

Insbesondere Gedanken zu den Nöten und mangelnder Bewegung der Kinder brachten Trainerin Sonja zu der Idee, eine Karate Online-Challenge in die Wege zu leiten. Hierzu nahm sie [anfangs wöchentlich, später mit zunehmender Öffnung der Sportstätten in größer werdenden Abständen] kleine Video-Tutorials auf und stellte sie in Whats-App-Trainingsgruppen ein. Die Trainierenden hatten dann eine Woche lang die Möglichkeit, mit dem Tutorial zu trainieren und zum Ende der Woche ein eigenes "Nachahmungs-Video" einzustellen. Die Teilnahme war für unsere Wettkämpfer bindend, sonst aber freiwillig.

Begeistert war Sonja von der Teilnahme der Karate-Flöhe und -Welpen: Einige der Kinder waren stets dabei und gaben ihr Bestes. In höheren Altersklassen wurde das Angebot leider nicht ganz so gut angenommen.

Für ihre Idee erhielt Sonja vom Verein eine Auszeichnung in Form zweier Gutscheine für ein Findorffer Eiscafe. Diese Gutscheine hat Sonja im Rahmen des Sommerferientrainings an zwei besonders heißen Tagen für eine kühlende Belohnung nach dem Training für und mit den Karate-Kindern genutzt.

Die Auszählung der Challenge-Ergebnisse ist beendet. Im Rahmen der Sportabzeichen-Verleihung des deutschen (Jugend-)Sportabzeichens, das sich mit einer Beteiligung von knapp der Hälfte der Karateka zunehmender Beliebtheit erfreut - sollen in Kürze auch die kleinen Trophäen der Online-Challenge verliehen werden.                                                                                                  27.09.2020                                                                                                                              

Toller Sommer für Karateka - trotz Pandemie!

Ganz gerührt war Sonja, als sie kleine Geschenke und Gutscheine von einigen Karate-Kindern mit den Begleitworten "Danke für den schönen Sommer!" (A.K., 4 Jahre alt) erhielt. So zeigten Kinder und Eltern ihre Wertschätzung für Zeit und Aufwand, die Sonja in Planung und Organisation eines erlebnisreichen Ferienprogramms gesteckt hatte.

Viele Aktionen fanden statt. Es gab einen Geschicklichkeits-Olympiade und einen Geschicklichkeitsparcours mit Bobby-Car-Rennstrecke im Bürgerpark: Wie strahlte die Freude aus den Gesichtern, wenn sich die Teenager mit diesen kleinen Rennwagen abrackerten! In der Olympiade waren Sackhüpfen, Eierlauf und Gerüstklettern integriert.

Auch das Karate sollte natürlich nicht zu kurz kommen: 2 x wöchentlich in gemischten Gruppen von klein bis groß auf dem Sportplatz und jeweils einmal in zwei Gruppen in der Turnhalle fanden Trainingseinheiten statt.

Zusätzlich fuhr Sonja mit den Kindern mehrfach mit dem Fahrrad ins nahe Freibad, wo alle Kinder nach Belieben herumtollen und Spaß haben, oder sogar Schwimmtechniken und Tauchen bei Sonja und Sportlehrerin Katy erlernen konnten. Für einzelne Kinder plante und organisierte Katy in den Ferien sogar kleine Schwimmkurse.

Und so ganz nebenbei absolvierten die Mehrheit der Karate-Kinder und auch einige Eltern das Deutsche (Jugend-) Sportabzeichen, für das Sonja inzwischen als zweite Ansprechpartnerin bei der SG Findorff oftmals die Gymnastik für ältere Mitglieder während der Outdoor-Saison anleitet und auch die Lizenzen für Schwimmabnahmen, Radfahren und Leichtathletik besitzt.

Um einen Anreiz auch für unsere kleinen Champions (bis 5 Jahre) zu bieten, die das Jugendsportabzeichen aufgrund der Altersbeschränkung noch nicht ablegen dürfen, hat Trainerin Sonja Organisation, Planung und Auswertung eines Bambini-Fitness-Sportabzeichens mit den Kleinsten durchgeführt.

Voraussichtlich noch im Herbst wird die Verleihung stattfinden und wir können die Erfolge unserer Athleten gemeinsam feiern - wir freuen uns schon darauf!

 

Training Sozialer Werte

Sozialwertetraining seit August 2017

Seit August 2017 hat unsere Kinderabteilung das Training inhaltlich um Kenntnis und Training sozialer Werte erweitert. Geleitet wird das Training von Sonja, die seit April 2017 auch als Trainerin sozialer Werte im DKV anerkannt ist. Sie greift jedoch immer gerne auch auf ihre Trainingsassistenzen zurück, um die entsprechenden Begleitmaterialien zu erklären und zu zeigen. So lernen die von uns trainierten Kinder von kleinauf kennen, was genau die bei uns thematisierten Werte im Sozialverhalten bedeuten und wie sie selbst daran arbeiten und diese starken Charaktereigenschaften für sich selbst erobern können.

Wir thematisieren nach und nach die Werte

  • Bescheidenheit
  • Ehrlichkeit
  • Hilfsbereitschaft
  • Höflichkeit
  • Mut
  • Respekt

Wenn unsere trainierenden Schüler einen Wert überlegt, die Hausaufgaben erledigt und sich tiefergehende Gedanken gemacht haben, werden sie zukünftig Auszeichnungen in diesen Bereichen bekommen. So wollen wir unseren Beitrag leisten zum Erhalt eines guten sozialen Miteinanders zwischen den Menschen in Bremen.

Erste Urkunden

Erste Urkunden und glückliche Kinder im Dezember 2017

Im Zeitraum August bis Dezember 2017 haben wir uns eingehend mit dem Begriff der Bescheidenheit auseinandergesetzt. Es dauerte eine Weile, bis alle teilnehmenden Kinder verstanden hatten, dass Höflichkeit und Bescheidenheit zwar artverwandt, aber nicht dasselbe sind.

Strahlende Kinderaugen und stolze Elternblicke gab es bei der Verleihung der Urkunden - für viele der Kinder eine ähnlich bedeutsame Auszeichnung wie die Gurtprüfung. So konnten alle Kinder rundum zufrieden in die Weihnachtsferien entlassen werden.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im neuen Jahr 2018!

Bremen, 16.12.2017

Trainings- und Kursangebote
Erasmus - Karate Sport at School

Erasmus - Trainerausbildung in Italien

Bildungsreiche Woche in Italien bei guter Stimmung

Mit 4 Teamkollegen reiste auch Sonja Wendel für den BKV vom 13.-17. März zum theoretischen Teil der für die Erasmus-Studie "Karate Sport at School" nötigen Ausbildung der Karateverbände von 6 beteiligten Nationen (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und Portugal) ins Olympische Trainingszentrum nach Ostia/ Rom in Italien. In guter Stimmung erwartete sie eine bildungsgeladene Atmosphäre mit universitärem Feeling und internationalem Publikum.

Ziel der Studie ist es, durch einen innovativen Ansatz auf Grundlage der jüngsten Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung und durch Erschaffen eines internationalen Netzwerkes die motorische Aktivität europäischer Grundschulen zu fördern. Motorische, kognitive und sensorische Merkmale an Schulkindern sollen durch koordinative Aufgaben, und Techniken des Karate, erforscht und verbessert werden. So will man dem sitzenden Lebensstil der Kinder und Bewegungsmangel im Entwicklungsalter entgegenwirken. Eigens hierfür wurden Fragebögen, Statistiken und motorische sowie pädagogische Tests entwickelt. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse hofft man, künftige, die Gesundheit fördernde Sportcurricula für Grundschulen zu erarbeiten.

Während der Mittagspause in Ostia traf man auf Athleten der Nationalmannschaft und fand heraus, dass auch einige von Ihnen im Vorfeld für den motorischen Anteil der Studie getestet wurden. Italienische Wissenschaftler hatten die Gehirnströmung dieser Athleten des italienischen Nationalkaders, von Amateursportlern und Nicht-Karateka untersucht. Es wurde festgestellt, dass die Leistungssportler in routinierten Situationen und die motorischen Bewegungen eine messbar geringere Anstrengung des Gehirns benötigen und die Aufgaben deutlich schneller lösen können, als die nicht-sportlichen Personen. Spezielle Programme werteten aus, dass sich Karate-spezifische, koordinative Elemente sehr gut eignen, da alle Gehirnregionen in diesem sportlichen Feld bestmöglich stimuliert werden, um die kindlich-körperliche Entwicklung, sowie die geistige Leistungsfähigkeit von Schülern bis zum Reifestadium dieser speziell angesprochenen Bereiche im Alter von etwa 12 Jahren zu unterstützen

Morgens vor dem Frühstück genoss Sonja noch vor dem Training der italienischen Nationalmannschaft die Ruhe der 3-Tatami-Halle für gemeinsames und doch individuelles Training des deutschen Teams auf großer Fläche. Nach dem Frühstück stellte sie sich den anstrengenden Bildungsanforderungen des Tages, die nur durch eine gefühlt winzige Mittagspause bis in den Abend reichten (9-13 und 15-19 Uhr).

Die Unterkunft in Ostia ist mitten im Gebäudekomplex des olympischen Leistungszentrums für Martial Arts (Judo, Jiu Jitsu, Karate und Ringen) der italienischen Nationalmannschaften gelegen. Gegenüber die abends taghell erleuchtete Strandpromenade, die sich für den Spaziergang bis in nahegelegene Restaurants oder für den Gang an einen nahen Sandstrand anbietet.

Zur Abrundung des Programms traf sich Sonja mit anderen Programmteilnehmern zu gemeinsamen Kurzausflügen in die nahe Umgebung, Spaziergängen, Gesprächen und Auswertungen des Tages. Nach Tagen voller neuer Eindrücke und Erinnerungen und mit jeder Menge neuen und neuwertigen  wissenschaftlichen Erkenntnissen im Gepäck reiste sie zum Wochenende wieder nach Hause. Sonja erwartet nun gespannt die weitere, praktische Schulung, die im Rahmen des Eurocamp in Cesenatico (Italien) im Juni folgen wird.

Bremen, 5.4.2017

Findoffer trainieren in Italien

Trainingswoche der Findorffer Karateka in Cesenatico - Italien

Am 11. Juni bestiegen 3 sehr aufgeregte und vorfreudige Kinder und Teenager der SG Findorff gemeinsam mit Trainerin Sonja Wendel in Hamburg das Flugzeug nach Bologna in Italien. Von dort erwartete sie ein Fahrzeugtransfer zur Unterkunft in Cesenatico / Italien. Während Sonja sich hier im Rahmen des Erasmus+ - Projektes „Karate Sport at School“ zu Fortbildungszwecken aufhielt, hatte sich für Julian H., Mira K. und Simon W. nach einigen Behördengängen der Traum erfüllt, eine Woche lang dem Training im Eurocamp in Cesenatico unter italienischer Anleitung beizuwohnen. Motto war wie immer: Wir brauchten mindestens einen Mückenstich oder Sonnenbrand, mindestens einmal mussten wir uns mit Eis den Magen verkühlen und vor allem wollten wir viel Spaß!

Für uns alle war es eine sehr große Überraschung, dass der Begriff „Eurocamp“ nicht etwa dafür stand, dass dort Nationen aus ganz Europa zum gemeinsamen Training zusammenkamen und dementsprechend die Sprache wider allen Erwartungen auch nicht Englisch war. So musste Sonja neben ihrer Ausbildung auch noch stark intervenieren, um die Woche der Findorffer Kids nach anfänglich sehr großen Problemen in Richtung einer positiven Erfahrung zu lenken.

Sie fand zwei der englischen Sprache mächtigen Trainer vor Ort, die sich vermehrt besonders dem Training der Findorffer zuwandten, vergaß darüber aber nicht eigene Fragen und Pflichten. So wurde gemeinsam bei unbekannten Trainerin in der Halle geschwitzt, im Hotelpool geplanscht und geschwommen, oder Ausflüge an den Strand und in die Pizzeria gemacht. Nach einem frustrierten Wocheneinstieg der Kids managte Sonja es sogar, dass die Findorffer Kids gemeinsam mit den Italienern zu einer Tour in den Vergnügungspark Mirabilandia fuhren, während sie selbst schwitzend an ihrer Fortbildung in der Trainingshalle teilnahm.

Alle Mühen haben sich gelohnt: Sonja wird im kommenden Schuljahr eine 2. Grundschulklasse in Bremen im Rahmen des Erasmus+ - Projektes „Karate Sport at School“ im Fach Sport unterrichten und anleiten und die Findorffer Kids resümierten gar als sie am 16.Juni 2017 zum Ende einer ereignisreichen Woche wieder in Hamburg landeten: „Also, ich würde da nächstes Jahr wieder hinfahren. Kann man das nicht als Trainingslager organisieren?“. So wurde aus einem anfänglich problembehafteten Erlebnis doch noch eine gelungene und runde Sache!

                                                                                                                Bremen, 01.08.2017

Erasmus - Start in der Schule

Erasmus-Projekt "Karate Sport at School" - Startschuss in Bremen

Im Oktober 2017 hat unsere Schulsportreferentin (endlich, endlich!) die Genehmigung der Bremer Schulbehörde bekommen und der Startschuss wurde abgefeuert. Das Projekt an einer Grundschule in Bremen-Nord konnte beginnen.

Schon seit den Sommerferien begleitete Sonja die Projektklasse des 2. Jahrgangs im schulischen Sportunterricht und stand der Klassenlehrkraft unterstützend beiseite. Nun durfte sie richtig loslegen. Und das tat Sonja - sie begann mit den Einstiegserhebungen zur Dehnbarkeit und sportlichen Belastbarkeit der Schüler. Wochenlang waren Stoppuhr, Massbänder, Winkelmesser und andere Geräte ihre Begleiter.

Neben der allgemeinen weiteren Arbeit im Projekt kam auch eine unerwartete Flut an Verwaltungsaufgaben zum täglichen Trainingsbetrieb hinzu - eine wahre Herauforderung, der Sonja tapfer die Stirn bot.

So konnte sie schließlich knapp vor Jahresende sagen: Testphase 1 abgeschlossen, Trainingsbetrieb aufgenommen! Seither läuft das wöchentliche Training mehr oder weniger reibungsfrei ab. Sonja geniesst den Sport in der 2. Jahrgangsstufe - und schaut mit leicht umwölkter Miene der kommenden 2. Testphase Anfang Februar entgegen.

                                                                                                               Bremen, 24.01.2018

Erasmus in der Schule - 2. Abschnitt

Erasmus-Projekt "Karate Sport at School" - Phase 2 beginnt

Im Februar und März startete Sonja W. erneut mit den schulischen Tests zur Kognition und einer Erfassung der tabellarischen Werte von Schülerleistungen. Letztlich werden es genau diese Werte sein, die für den Ausgang der Untersuchung zum Ende des Jahres 2018 den Weg in eine positive oder negative Richtung weisen.

Die Evaluation des Projekts soll den Weg aufzeigen in die unser Rahmenlehrplan und die Einbindung grundmotorischer Fähigkeiten (die wir im Karate trainieren, bevor wir mit der Technikschulung beginnen) für alle in Deutschland lebenden Kinder und deren zukünftige Entwicklung einmal gehen soll.

Nach Abschluss der 2. Testphase, die diesmal keine Sporttests zur Motorik, Dehnfähigkeit und Koordination beinhaltete, sondern vielmehr Merkmale der Kognition, Schnelligkeit und Ausdauer evaluiert, startet die 3. Phase des Sportprojekts nach Beginn der Osterferien in Bremen.

"Wir sind uns sicher, das Projekt an der Grundschule im Bremer Norden, einer Schule mitten im Brennpunktthema sozialer Bildungspolitik, zum Sommer 2018 erfolgreich abzuschließen!" resümiert Sonja Wendel, die bisher erfolgreichste deutsche Trainerin in diesem Projekt. 

                                                                                                               Bremen, 26.03.2018

ERASMUS+ „Sport at School“ beendet!

Das bisher größte internationale Projekt, an dem auch der Deutsche Karate Verband beteiligt war, ging nach der Abschlussveranstaltung [19.12.2018 in Ostia (Italien)] am 31.12.2018 zu Ende.

Ein paar Fakten zum Projekt:

  • am 01.02.2016 gestartet unter der Leitung des Italienischen Kampfsportfachverbandes FIJLKAM
  • 6 Nationalverbände beteiligt: FIJLKAM Italien, FFKDA Frankreich, FNKP Portugal, PZK Polen, RFEK Spanien und DKV Deutschland
  • An 20 Schulen durchgeführt, 688 beteiligte Kinder des 2.Jahrgangs (Grundschule), aufgeteilt in 353 Kinder in der Trainingsgruppe und 335 Kinder in der Kontrollgruppe
  • 2 wöchentliche Trainingsstunden während des Schuljahres 2017/18 für die Zweitklässler der Trainingsgruppen nach einem durch die Italiener entwickelten Trainingsprogramm in der Schule
  • Tests zu motorischen/koordinativen Leistungen während des Schuljahres.
  • Befragung der Eltern und Vergleich der schulischen Leistungen, um die kognitive Entwicklung feststellen zu können.
  • In Deutschland ursprünglich beteiligt: 2 Schulen in Sachsen-Anhalt unter Trainer A. Löwe, 1 Schule in Bremen unter Trainerin S. Wendel und 2 Schulen in Niedersachsen mit den Trainern E.-M. Sündermann und A. Schumann.
  • Sportlicher Leiter des Projektes (Schulsportreferent des DKV) zunächst A. Hartmann, ab 10/2016 E. Griesbauer
  • Verwaltung: G. Günther; Projektleiter: V. Ritter

Die Trainer wurden in einem zweimaligen Aufenthalt in Italien (jeweils eine Woche) mit dem Inhalt des Projektes vertraut gemacht. Jede Trainingsgruppe bekam ein Trainingsset, bestehend aus einer Tatami, Pylonen, Hürden, usw. zur Verfügung gestellt.

In Deutschland galt es Hindernisse zu überwinden, von denen zuvor jegliche Kenntnis fehlte: In Niedersachsen machte die Schulbehörde den Trainer*innen einen Strich durch die Rechnung - Zwar war ein an den Schulen stattfindendes Training möglich, nicht jedoch die Erhebung schulischer und sozialer Daten, sowie der motorischen/koordinativen Fähigkeiten. Auch die damit verbundene Übermittlung nach Italien wurde strikt untersagt. Selbst dort, wo Eltern ihre Zustimmung gegeben hatten, wurden das Projekt letztlich aus den Schulen verbannt.

Die Schulbehörde in Bremen stimmte nach einer langen Genehmigungsphase und einer positiv besetzten Diskussion der Durchführung des Projektes zu, u.a. nachdem Trainerin und ehem. Schulsportreferentin des BKV Sonja die Diskussion mit guter Sachkenntnis in die richtige Richtung lenken konnte. Hilfreich war auch, dass Sonja bereits in Schulen lehrte und daher "an der Quelle saß". In Sachsen-Anhalt lief das Projekt über A. Löwe ohne Schwierigkeiten. Damit waren wir mit wenigstens 3 Gruppen aktiv am Projekt beteiligt. Die exaktesten und vollständigen Ergebnisse lieferte die Schulsportgruppe aus Bremen.

Zur Auswertung der Ergebnisse wurden zwei hochangesehene Universitäten gewonnen. Die Universität Padua für die Auswertung der motorischen/koordinativen Ergebnisse und die Universität Madrid zur Auswertung der Auswirkungen auf das Sozialverhalten und die kognitiven Fähigkeiten.

Das Abschlussmeeting lässt bereits jetzt folgende Ergebnisse erkennen:

Die Trainingsgruppe hat in fast allen Bereichen besser bis deutlich besser als die Kontrollgruppe abgeschnitten. Sowohl die körperliche Entwicklung als auch die kognitiven Kompetenzen waren in der Gruppe besser, die aktiv das Trainingsprogramm von Prof. Pierluigi Aschieri durchlaufen hatten.

Zurzeit geht es um die genaue Auswertung des Projektes und die Aufbereitung der Ergebnisse zur Nutzung durch die Trainingsgruppen in Schulen. Durch den ehem. Lehrreferenten des DKV, E. Griesbauer wurden erste Erkenntnisse bereits in die Trainerausbildung einbezogen. Die Ergebnisse werden an die beteiligten Schulen und die zuständigen Schulbehörden weitergeleitet.

Schritt für Schritt werden sowohl Forschungsergebnisse als auch das Trainingsprogramm allen interessierten Trainern, Bildungsbehörden und Lehrern, sowie Funktionären zugänglich gemacht.

Ein besseres Argument für den Karatesport auch im Schulunterricht als die Ergebnisse des Projektes „Sport at school“ können wir - europaweit - nicht bekommen!

Ein Ausschnitt (bearbeitet und editiert von Sonja) aus dem Originaltext des DKV (© V. Ritter) - einzusehen unter:

https://www.karate.de/medien/news-archiv/31594-das-projekt-aus-dem-eu-foerderprogramm-erasmus-plus-sport-sport-at-school-erfolgreich-zu-ende-gefuehrt

Bremen, 05.02.2019

Wettkampfberichte 2018 - 2020: Nicht der Sieg, sondern der Weg ist das Ziel!

21.04.2018: Kids-Cup Bad Bevensen

Am 21.04. machten sich am frühen Morgen 4 aufgeregte Findorffer Karate-Kids mit ihren Eltern und Betreuerin Sonja W. auf den Weg in das 180 km entfernte Bad Bevensen. Dort fand an diesem ereignisreichen Samstag ein Nachwuchsturnier für junge Karateka statt.

Für die beiden Kinder Luis R. und Finn R. war es ein erster Antritt auf einem Turnier mit anderen beteiligten Vereinen. Sie sind beide noch ohne Graduierung und traten entsprechend in der Kategorie Beginner an. Als Auszeichnung für ihr Engagement erhielten beide Starter zum Ende des Turniers eine Urkunde.

Mira K. und Jonathan R. waren in den Kategorien Kata 7./6 Kyu bzw. 5./4. Kyu gemeldet, Mira startete außerdem in der Kategorie Kumite am Ball bis 6. Kyu. In allen Kategorien sicherten sich die beiden Kinder einen erfolgreichen und vielversprechenden 3. Platz.

Wir gratulieren unseren Startern und wünschen weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg des Karate-Do.

© Sonja Wendel

28.04.2018: Karate Landesmeisterschaft

Erfolge bei den Bremer Landesmeisterschaften 2018:

Unsere Trainerin, Sonja W. war erneut ganz besonders aktiv im Einsatz: Als Kampfrichterin beschied sie in überzeugender Manier über Kämpfe im Bereich Kata (Formenlauf) und Kumite (Zweikampf), startete jedoch auch am Ende der Zeitpläne selbst in ihren gemeldeten Kategorien.

5 Starter aus Findorff waren benannt: 6 x Kata und 2 x Kumite in den Kategorien Kata Kinder A männlich, Kata Schülerinnen B, Kata Damen Leistungsklasse, Kata Damen Masterclass, sowie Kumite Damen Leistungsklasse und Kumite Damen Masterclass.

Die Kinder John L. und Yannik S. unterlagen in Kata Kinder A, männlich beide schon in der ersten Vorrunde ihren kämpferischen Gegnern. Leya S. in Kata Schülerinnen B hatte besonderes Pech: Ihr ohnehin etwas angeschlagener Körper vertrug die Aufregung nicht und so musste sie schon vor ihrem Start aufgeben.

Nathalie T. und Sonja W. starteten beide in Kata Damen Leistungsklasse. Sie zeigten überzeugende Formen, mussten sich aber den wesentlich jüngeren Kontrahentinnen geschlagen geben und erreichten schließlich die Plätze 2 (Silber) und 3 (Bronze). In Kata Masterclass erlang Sonja konkurrenzlos Platz 1.

Besonders spannend ging es für Sonja später im Kumite der Leistungsklasse Damen mixed weiter. Sie musste einige Kontakte zu Kopf und Körper einstecken und war ihrer deutlich jüngeren Kontrahentin an Schnelligkeit unterlegen, nicht jedoch technisch oder hinsichtlich des Verantwortungsbewusstseins. So entschied Sonja nach nur 1:25 Min. Kampfzeit die Aufgabe und das Verlieren des Kampfes, um keine ernsthaften Verletzungen davonzutragen und erreichte daher am Ende den 3. Platz. In Kumite Masterclass +60kg erreichte Sonja erneut fern jedweder Konkurrenz Platz 1.

© Sonja Wendel

 

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